Turnier Braunschweiger LöwenClassics | Sieg im VEOLIA Championat an „bremsenden“ Vos
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Robert Vos, Carat
Mrz 03 2018

Sieg im VEOLIA Championat an „bremsenden“ Vos

Sieg im VEOLIA Championat an „bremsenden“ Vos   

 

„Ich musste mein Pferd während des Stechens fast bremsen“, erklärt Robert Vos mit tiefer Überzeugung, „weil er so schnell ist. Er hat so viel Kampfgeist, da muss ich selbst ruhig bleiben.“ Bremsend zum Sieg und das mit fast zwei Sekunden Vorsprung: Das war sicher einer der ungewöhnlichsten Sieger, die das Braunschweiger Veolia Championat je gesehen hat.

45 Reiter gingen an den Start, 15 qualifizierten sich für das Stechen. Robert Vos aus dem niederländischen Wierden ging als Erster in den Umlauf, ging als Erster ins Stechen und blieb unschlagbar. Mit einer fehlerfreien Runde in 32,54 Sekunden setzte er seine Kollegen von Anfang an enorm unter Druck. Nach Vos kamen noch 14 Reiter im Stechen, die ihm den Sieg hätten streitig machen können. Aber der Sieger wartete gelassen ab: „Bei mir ist alles perfekt gelaufen. Ich war mir fast sicher, dass das zum Sieg reicht“, erklärt er und lehnt sich schmunzelnd zurück. Vos‘ schneller Partner war Carat, ein schwedischer Wallach, 18 Jahre alt. Während andere Pferde dann schon ihre Rente genießen, genoss der Wieselflinke ganz offensichtlich seine Auftritte im Veolia Championat.

Tatsächlich: 14 Reiter, erfahrene internationale und auch ‚junge wilde‘ versuchten es hartnäckig. Sie kratzten die Kurven, sparten Galoppsprünge und gaben auf den längeren Linien ordentlich Gas, aber keiner war so schnell wie Robert Vos.

Dem Siegerpaar am nächsten kam eine junge Dame, die bereits am LöwenClassics-Freitag für Furore gesorgt hat: Finja Bormann. Gestern hatte die 22-Jährige mit Brisbane die erste Qualifikation zum Großen Preis, den Preis des Handwerks, gewonnen, heute wurde es Platz zwei mit A crazy son of Lavina im Veolia Championat, der zweiten Qualifikation für den Großen Preis. „Ich fand den Umlauf schon echt knackig und als ich im Stechen auf die Uhr sah und ‚2. Platz‘ gesehen habe – puh, da war ich echt happy!“ Der in Deutschland lebende Ire Cameron Hanley gab ganz offen zu: „Ich wusste, dass Roberts Pferd unglaublich schnell ist. Wir hatten keine Chance, ihn zu schlagen. Aber ich bin sehr zufrieden.“ Der zweimalige WM-Teilnehmer saß im Sattel der zehnjährigen Stute Eis Isaura, die er seit September vergangenen Jahres reitet. „Wir wachsen immer besser zusammen und die Stute geht gerne bei Indoor-Veranstaltungen an den Start. Die Halle hier in Braunschweig ist sehr speziell, ich liebe diese Halle und hatte heute auf meiner Stute schon ein super Gefühl.“ Am Ende wurde es für ihn Platz drei in 34,79 Sekunden.

Der furiose Auftakt durch Vos und Carat sorgte für ein ungewöhnlich schnelles Stechen mit außergewöhnlich viel Energie – ganz nach dem ‚Geschmack‘ von Julien Mounier, dem Direktor des Geschäftsbereich Energie von Veolia Deutschland: „Das war tatsächlich ein Wettkampf voller Energie. Es macht uns immer wieder Spaß, hier dabei zu sein“, erklärte Mounier. „Wir fühlen uns als Braunschweiger hier bei den LöwenClassics zuhause. Die LöwenClassics gehören zu Braunschweig und umgekehrt. Ich genieße in jedem Jahr das LöwenClassics Publikum, das ist faszinierend und die Stimmung bei dieser Veranstaltung ist wirklich exzeptionell.“

Für Turnierdirektor Axel Milkau passte an diesem LöwenClassics-Samstagnachmittag alles zusammen: „Wir sind super zufrieden mit Marco Behrens, unserem Parcoursbauer. Er hat es wieder geschafft, den Spannungsbogen hoch zu halten“, erklärte er mit großer Zufriedenheit und fuhr fort: „Finja hat sich zu einer Vorzeigesportlerin unseres Verbandes entwickelt…“ – da sprachen der Verbandspräsident von Hannover und der Turnierdirektor in einem –, „Sie nutzt die Sportbühne Braunschweiger LöwenClassics und auch deswegen, weil hier der Nachwuchs seine Chance bekommt, sind die LöwenClassics eine anerkannte Leuchtturm-Veranstaltung. Und das Veolia Championat hätte insgesamt nicht spannender sein können. Wir sind rundum glücklich.“

 

Anna Jurisch – HGW-Siegerin am Samstag

Bereits am Mittag stand am heutigen Samstag in der Volkswagen Halle die erste Prüfung des HGW-Bundesnachwuchschampionats der Springreiter auf dem Programm. Es siegte in dieser Prüfung, gefördert von der Horst-Gebers-Stiftung und in Memoriam Debby Winkler, Anna Jurisch vom Reit- und Fahrverein Ravensberge im Sattel ihres zehnjährigen Oldenburgers Questo Vincitore. Anna Jurisch erhielt die Wertnote 9,2 in dieser Stilspringprüfung der Klasse M. Platz zwei ging an Isabelle Grandke auf Let’s Fetz mit der Note 8,9, Dritte wurde Pia Alfert auf Call me Charly Brown (Wertnote 8,8). Am Sonntag tragen die Nachwuchsreiter ihr Finale mit zwei Umläufen und Pferdewechsel aus. Das Finale beginnt um 13.00 Uhr.

 

Silbernes Reiterkreuz für Axel Milkau 
Im Rahmen der LöwenClassics wurde Turnierdirektor Axel Milkau mit dem Silbernen Reiterkreuz der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ausgezeichnet. Dr. Harald Hohmann, Vize-Präsident der FN, ehrte Milkau mit den Worten: „Axel Milkau ist ein Multitalent. Er war nicht nur in jungen Jahren ein sehr erfolgreicher Reiter, er ist außerdem ein erfolgreicher Veranstalter. Die LöwenClassics sind eine Leuchtturm-Veranstaltung im Kalender der FN und wären ohne Axel Milkau nicht denkbar. Außerdem ist Axel Milkau Vorsitzender des Pferdesportverbandes Hannover, war Vize-Präsident der FN und stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR).“ Ein Motor des Pferdesports! Milkau bedankte sich für diese „große Auszeichnung“ und erklärte mit Nachdruck: „Diese Auszeichnung ist nicht für mich. Diese Auszeichnung steht für die ganze Region, steht für Braunschweig!“ Und lächelnd fügte er hinzu: „Ich hoffe, dies soll kein Zeichen zum Abdanken sein. Mein Herz ist immer noch voller Freude für den Pferdesport.“
(KiK/Equiwords)

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